Suzani aus Usbekistan, Sowjetära

250,00

Dieser von Hand gefertigte Suzani kommen aus dem Usbekistan der 60er/ 70er Jahre. Suzanis aus der spätsowjetischen Zeit zeichnen sich durch ihre naturalistischen Darstellungen und ihre enorme Farbenvielfalt auf weißem Untergrund aus. Und man muss sagen, die beiden Pfaue sind sehr gelungen. Das Wort “None”, das in den Blumen steht, heisst natürlich “Tulpe”. Handbestickt, Baumwolle, IV Quartal 20 Jh. Größe : 1,80 m  x 0,90 m

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Beschreibung

Der Begriff „Suzani“ kommt aus dem Persischen und bedeutet soviel wie Nadelarbeit. Ursprünglich von den Frauen nur für den Eigenbedarf als Hausdekoration, angefertigt, wurden Susanis in den späten Jahren der Sowjetherrschaft für die unterschiedlichesten Anlässe in den Kolchosen gefertigt. Viele Suzanis dieser Zeit sind Gedenksuzanis für Feiertage wie den ersten Mai, dem Tag der Arbeit, den Weltfrauentag am 8. März, dem 10. Oktober für die bolschewistische Revolution oder den Victory Day, dem Sieg der sowjetischen Truppen über die Deutschen im II. Weltkrieg am 9. Mai. Dies sind wunderbare Beispiele politisch motivierter Volkskunst. Wichtig waren aber auch die Hochzeitssuzanis, die ein Abbild des Brautpaares zeigten. Sie wurden in der Hochzeitsnacht in das Schlafzimmer gehängt. In Usbekistan gab es damals nur arrangierte Ehen, die Brautlleute sahen sich zum ersten Mal auf ihrer Hochzeit. Vielleicht wollte man so den Schock mindern.

Auf all diesen Susanis findet man ganz entgegen den Regeln des Islams naturalistische Bildnisse von Menschen und Tieren. Es können Vögel sein, Hähne oder  Eichhörnchen, stickende Frauen und heiratende Paare. Und jede Menge Blumen. Es sind handgestickte Werke, in denen traditionelle Motive und eigene Interpretationen der Stickerinnen vortrefflich miteinander kombiniert werden. Sie sind sowohl persönlich als auch als eine Art Kolchosen Massenware zu sehen.

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