Russischer Ikatteller, Kuznetsov, Usbekistan Anfang 20 Jh.

420,00

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Dieser Teller wurde Anfang des 20 Jahrhunderts in Russland, für den zentralasiatischen Markt hergestellt. Er stammt von der russischen Porzellanmanufaktur Kuznetsov, ehemals Gardner, das mehr oder weniger als das russische Meißen Porzellan gilt. Solches Geschirr mit Ikatmuster hat nicht nur für Sammler einen großen Wert. Mit diesem für Russland an sich sehr untypischen Muster wollte man damals vor allem den Geschmack der  Zentralasiaten treffen. Was vortrefflich gelungen ist. Und vielleicht sind sie im Herzen ja auch einer.

Durchmesser 31 cm, Handbemalt, Anfang 20 Jh.

Beschreibung

Francis Gardner, der Gründer der Manufaktur, war ein Engländer, der Mitte des 18. Jh. dem Ruf Peter des Grossen nach Russland folgte in einem Vorort von Moskau seine Porzellanfabrik aufbaute. Sein erster Meister kam aus Saxen, daher der Hang zum Meissner Porzellan. 1892 wurde Gardener an den russischen Geschäftsmann M.C. Kuznetsov verkauft, der allerdings in erster Linie für die Massen produzierte. Das für den zentralasiatischen Markt bestimmt Geschirr wurde neben dem Firmenstempel auch mit den arabischen Namen versehen. Und man passte sich in den Mustern gerne seinen neuen Kunden an, indem man Teller wie diesen mit bunten Ikatmuster schmückte. Das Geschirr war aber für die Zentralasiaten von hohem Wert, es wurde rührend zusammengeflickt, wenn etwas kaputt gegangen ist. Wegwerfen ist hier bis heute keine Option.

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