Jacke der Miao aus Guizhou, Südchina

380,00

In China leben weit über 5 Millionen Miao, die so zu der grössten nationalen Minderheiten des Landes gehören. Weitere 4 Millionen wohnen verstreut in Dörfern im Norden Vietnams, Laos und Thailands. Miao, oder auch Meo, ist die chinesische Bezeichnugn für Hmong. Meo meint im chinesischen „Katze“, gefolgt oft von der Endung „tze“ was dann soviel wie „Barbaren“ bedeutet. Die meisten Miao in China leben heute in der Provinz Guizhou. Die ehemalige Besitzerin dieser Jacke lebte wahrscheinlich in dem Gebiet rund um Kaili in Giuzhou.

Ca III-IV Quartal 20 Jh. Handgewebte Baumwolle, von Hand mit Indigogefäbrt. Seidenstickerei am Ärmel handgestickt. Applikationen handgestickt. Seidenborte, handgewebt. 3/4 Ärmel, Größe ca 36-38, Länge 68 cm, Weite, einfach gemessen 60 cm

Beschreibung

Die Miao sind Meister der Handarbeit. Ihre reichen Trachten wurden damals von den Chinesen „Miao Brocade“ genannt. Besonders im Färben, mit all seinen Batik- und Abbindetechniken, dem Malen von Wachs und den daraus entstehenden Mustern während des Färbens. Allerdings genauso im Sticken, mit einer grossen Faible für erzählerische Stickereien und kleinteiligen geometrischen Mustern in Kreuz und Plattstich. Und auch im Plissieren, was man unschwer an den vielen Faltenröcken erkennen kann. Eine Besonderheit der Miao ist es, das sie ihre Kleidung erst zusammennähen, wenn alle Einzelteile bestickt und verziert sind. Grossflächige Stickereien sind für die Festtage, während Batiken für den Alltag bestimmt sind.

 

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Zusätzliche Information

Gewicht 1 kg