Frazada aus Bolivien

360,00

Schon in vorkolonialen Zeiten webten die Frauen der Aymara und Quechua  „Frazadas“, dicke und bunte Decken gegen die Gebirgskälte. Ursprünglich waren sie so etwas wie Schlafdecken für die Nacht. Tagsüber wurden sie als Picknick Decken eingesetzt, die man für die Mittagspause bei der Arbeiten in den Bergen benutzte. In den modernen Haushalt lassen sie sich als Teppiche, Decken und Überwürfe integrieren.

Handgewebt, 100% Schafwolle, IV. Quartal 20. Jh

Größe: 160 x 1,70 m

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Beschreibung

Das textile Thema im Andenraum Südamerikas ist, aufgrund der Temperaturen nicht anders zu erwarten, die Wolle und das Weben. Bevor die Spanier mit ihrer rüden Kolonialisierung begannen, hatte man in Südamerika nur Alpaka- und Lamawolle. Die Spanier brachten dann die Schafe und ihre Wolle ins Land, die sich aufgrund des Preises auch schnell durchsetzten.

Frazadas gibt es in einer enormen Farb- und Mustervielfalt. Sie haben immer ein graphisches Muster mit Elementen wie Streifen, Karos oder Rhomben. Frazadas bestehen immer aus zwei ca 80 cm breiten, zusammengenähten Webstreifen. Die Breite ergibt sich aus der Breite der Webstühle. Manchmal sind sie fast quadratisch, oft rechteckig. Der Rand kann nochmals extra umhäkelt sein, muss aber nicht. Es sind auf jeden Fall sehr individuelle Stücke, die mehr an die Familientraditionen angelehnt sind, als an Dorfgemeinschaften oder Regionen. Man findet also nicht eine Art von Frazada nur in einer bestimmten Gegend, so wie es bei Trachten üblich ist.

Heute stellen die Aymara ihre eigenen Frazadas nur noch selten selber her. Alpaka und Schafwolle sind zu teuer geworden, fertige Massenware erfüllt ihre Zwecke leider auch.

Etwas mehr lesen über Bolivien und Peru.

Zusätzliche Information

Gewicht 4 kg